Schuleintritt – Entwicklungsschritt

Nun ist schon einige Zeit seit dem Schulbeginn vergangen und eventuelle Probleme mit den Herausforderungen dieses Entwicklungsschrittes beginnen sich zu zeigen oder stehen schon massiv im Raum.

Der Schulstart bedeutet einen großen Schritt im Leben eines Kindes und somit auch im Leben seiner Familie. Es gilt mit vielen Herausforderungen fertig zu werden.

Was sind also die Herausforderungen?

Ich möchte diese in 4 Gruppen einteilen:

1) persönliche

  • das Kind betritt ein neues soziales Umfeld. Man könnte sagen, es betritt Neuland und darin muss es sich erst einmal zurecht finden
  • Es muss mit der Haltungs der Eltern klarkommen, die oftmals ab diesem Zeitpunkt wechselt von “stolz über alles was der Nachwuchs erlernt hat” zu “kontrollieren ob der Nachwuchs alles Vorgeschriebene gelernt hat”

2) familiäre

  • der alte, nicht verarbeitete Schulstress der Eltern kocht wieder hoch und wirkt sich stark auf alle Belange des Lernens und der Schule aus
  • beschränkende Überzeugungen aus der Familiengeschichte z. B. “Wir sind nicht gut in Mathe.” oder “Wir können nicht singen.” u.v.m.
  • oft wiederholen sich bei den Kindern die Probleme der Eltern, was die Situation noch verzwickter macht

3) gesellschaftliche

  • “dumm” oder “gscheit” wird über das Erreichen allgemeiner Normen definiert (leider immer noch in den Köpfen vieler Menschen)
  • gesellschaftlicher Erwartungshaltung und Leistungsdruck um dazu zugehören

4) institutionelle, das Schulsystem betreffende
Dazu möchte ich sagen, dass dieses System stark im Wandel
begriffen ist und viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer sich
einsetzen um die neuesten Erkenntnisse zu kind- und
gehirngerechtem Lernen in ihren Unterrichtsmethoden um-
zusetzen und im System zu etablieren.
Leider dauert es bei so großen Verwaltungsgebilden wie unserem
Schulsystem, das noch dazu oft als Spielplatz politischer
Interessen mißbraucht wird, oft länger als uns lieb ist bis sich
Veränderungen durchsetzen.
So sind die nachfolgenden Punkte immer noch ein Teil unseres
“Schulalltages”

  • ein über weite Strecken immer noch nicht kind- und gehirngerechtes Lern- und Schulsystem
  • das Lernen wird institutionalisiert und mit Erwartungen von Außen verknüpft und verliert dadurch seinen natürlichen Charakter
  • der natürlich Bewegungsdrang wird eingeschränkt, oft im Zusammenspiel ergonomisch unpassenden Schulmöbeln

Eine negative Erwartungshaltung der Eltern gegenüber der Schule verstärkt den Einfluss dieser Umstände noch zusätzlich.

Darüber hinaus hat sich heraus gestellt, dass einer der entscheidensten Faktor für einen freudvollen und erfolgreichen Schulbesuch die Beziehung zwischen Lehrer_in und Schüler_in ist!

Wenn Sie sich mit dieser Liste beschäftigen können Sie möglicherweise schon die eine oder andere Ursache für ein Problem ausmachen und vielleicht so gar eine Idee zur Lösung haben.

Herzliche Grüße

Maria

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